Biographie Sri Chinmoys - Teil 4

Im Dienste des Weltfriedens

Papst Johnannes Paul II. segnet die Friedensfackel

1987 wurde der erste Peace Run in New York gestartet, ein populärer Fackellauf, der durch alle Kontinente führt und seither Millionen von Menschen in über 150 Ländern inspiriert hat. Der Lauf hat dazu beigetragen, eine stets wachsende Kultur internationalen Austausches, des Friedens und der Freundschaft zu fördern, insbesondere unter den Kindern dieser Welt.

Start des Peace Run

Als eine der wichtigsten Initiativen, die Sri Chinmoy ins Leben rief, hat sich der Peace Run zu einem festen Bestandteil des Lehrplans an vielen Schulen entwickelt, wo das Thema Frieden behandelt wird.Er wird auch von vielen bekannten und einflussreichen Persönlichkeiten wie Weltklasseathleten und Olympiasiegern, Politikern und vielen verschiedenen sozialen Gruppen unterstützt. Die Fackel der Friedens wurde von vielen bedeutenden Persönlichkeiten gehalten, darunter Papst Johannes Paul II. (Foto: Sri Chinmoy überreicht dem Papst die Friedensfackel)), Mutter Teresa, Nelson Mandela, Erzbischof Desmond Tutu, Königin Elisabeth II., der Dalai Lama, Carl Lewis, Paul und Linda McCartney, Roberta Flack, Jon Bon Jovi sowie Könige, Präsidenten und Premierminister vieler Länder. Die Fackel des Sri Chinmoy Oneness-Home Peace Run befand sich zudem im Weltall in der Raumstation „Mir” und wurde dazu verwendet, die Jahrtausendfackeln und die Ewige Flamme des Friedens bei der 50-Jahr-Feier der Beendigung des Zweiten Weltkrieges in Europa zu entzünden.

Sri Chinmoy trifft U Thant

„Wir versuchen, Gott auf eine besondere Weise zu dienen und die friedensliebenden Seelen, welche uns von ganzem Herzen unterstützen, verdienen meine ewig wachsende Dankbarkeit. Harmonie in der Welt, Weltfrieden - dies sind nicht bloß schöne Worte. Es sind dies Wirklichkeiten, göttliche Wirklichkeiten und höchste Wirklichkeiten. Für jeden von uns, die wir danach streben, gute Bürger dieser Welt zu werden, ist der Peace Run eine höchst wichtige Inspiration.”
- Sri Chinmoy

The Oneness-Heart-Tears and Smiles

 

1970 begründete Sri Chinmoy auf Einladung des 3. UN-Generalsekretärs, U Thant (Foto: U Thant und Sri Chinmoy), ein überkonfessionelles Programm an den Vereinten Nationen, welches UN-Abgeordneten, Delegierten, UN-Mitarbeitern und speziellen Gästen sowohl Meditationen zur Förderung der Weltfriedens als auch interreligiöse und kulturelle Aktivitäten anbietet.

 

Sri Chinmoy hebt Gewichte
Sri Chinmoy hebt Gewichte

1991 wurde von Sri Chinmoy eine internationale Hilfsorganisation ins Leben gerufen, „The Oneness-Heart-Tears-and-Smiles”, welche mittlerweile in über 40 Länder Hilfssendungen mit medizinischen Artikeln, Schulbedarf und anderen lebensnotwendigen Gütern schickt. Diese Initiative hat sich darauf spezialisiert, den Bedürfnissen des jeweiligen Landes angepasste Hilfsgüter zu senden und unterstützt ein Netzwerk von Hilfsprogrammen und Dienstleistungen.
Die „The Oneness-Heart-Tears-and-Smiles”-Organisation hat auch ein populäres Kids-to-Kids-Programm entwickelt, bei dem Schulen eines Landes lebensnotwendige Güter und Artikel für die Bildung an entsprechende bedürftige Schulen anderer Länder senden.
 

„Unser humanitärer Dienst ist kein eigennütziger, herablassender Akt der Mildtätigkeit an den Armen und Bedürftigen. Er ist vielmehr eine gewaltige Möglichkeit, unsere eigenen armen Brüder und Schwestern zu nähren und zu stärken, damit sie mit uns Seite an Seite vorwärts gehen können, um den Welt-Einsseins-Sieg von Gott der Schöpfung zu verkünden.”      – Sri Chinmoy

 

Sri Chinmoy mit Michail Gorbatschow und Raissa Maximovna
Sri Chinmoy mit Michail und Raissa Gorbatschow

Sri Chinmoy begann 1985 im Alter von 54 Jahren mit dem Gewichtheben. Indem er sich auf einarmiges Heben und auf Wadenheben im Stehen und Sitzen spezialisierte, hat Sri Chinmoy seitdem viele außergewöhnliche Kraftakte vollführt, einzig mit dem Ziel, andere zu ermutigen, an ihr eigenes unbegrenztes Potenzial zu glauben und dieses zum Vorschein zu bringen, in welchem Lebensbereich auch immer. Er beschreibt diese Grundüberzeugung als „Selbsttranszendenz”, als die Fähigkeit jedes Menschen, die eigenen eingebildeten Grenzen zu überschreiten. Auf einer eigens dafür konstruierten Wadenhebe-Maschine hat Sri Chinmoy Elefanten, Segelschiffe, Hubschrauber, Flugzeuge, Konzertflügel und Lastwagen mit darin sitzenden kanadischen Polizisten gehoben, um nur einiges aufzuzählen. Das Neuartige und die Inspiration, die er in die Welt des Gewichthebens gebracht hat, hat auch zu bleibenden Freundschaften mit etlichen Kraftsportlern geführt sowie zu einem neuen Verständnis der Verbindung von Körper und Geist, dem Materiellen und dem Spirituellen.


„Mein Gewichtheben geschieht nur kraft des Einsseins meines Herzens mit der Welt. Was ich durch diese Kraftakte zeigen möchte, ist, dass Gebet und Meditation die eigenen äußeren Fähigkeiten vergrößern können … . Wenn wir uns selbst transzendieren, dann wetteifern wir nicht mit anderen, mit dem Rest der Welt, sondern messen uns in jedem Moment nur mit uns selbst. Wir vergleichen uns nur mit unseren früheren Errungenschaften. Und jedes Mal, wenn wir unsere früheren Errungenschaften übertreffen, erhalten wir Freude.”     - Sri Chinmoy

 

Sri Chinmoy hat auch ein einzigartiges Programm namens Lifting Up the World with a Oneness-Heart begründet, mit dem er die Errungenschaften von Menschen würdigt, die in den unterschiedlichsten Bereichen dazu beigetragen haben, die Menschheit zu inspirieren oder vorwärts zu bringen. Über 8300 Menschen, darunter Staatsoberhäupter, Olympiasieger, UN-Delegierte und Nobelpreisträger, haben bereits diese Auszeichnung empfangen. Sri Chinmoy hebt die so Geehrten einarmig auf einer speziell dafür gebauten Plattform.

 

Sri Chinmoy ist für seinen Beitrag zur Förderung der Friedens in der Welt mit vielen nationalen und internationalen Ehrungen ausgezeichnet worden. Dazu zählen die Nehru-Medaille der UNESCO in Paris, die Goldmedaille für literarisches Schaffen der Internationalen Akademie Lutèce in Paris sowie der „Pilger des Friedens”-Preis (Assisi), der auch Michail Gorbatschow und Mutter Teresa verliehen wurde.

 

1986 inspirierte Sri Chinmoy das internationale Peace-Blossoms-Programm. Im Rahmen dieser Initiative sind über 800 Naturdenkmäler und bemerkenswerte Plätze dem Weltfrieden gewidmet worden. Jede Friedensblüte ist durch eine Plakette gekennzeichnet und will auf diese Weise Denkanstöße vermitteln, damit Harmonie in der Gesellschaft weltweit möglich wird. Viele Nationen und Städte haben an Sri Chinmoys Peace-Blossoms-Programm teilgenommen und tragen so zu einer besseren Zukunft der Menschheit bei.